Wann braucht mein Hund Physiotherapie?

Grundsätzlich gilt, je früher der Hund bei mir vorgestellt wird, umso besser, denn es ist viel weniger aufwändig "Kleinigkeiten" zu behandeln. Haben sich diese aber bereits über einen längeren Zeitraum festgesetzt, sind häufig mehrere Strukturen betroffen, der Schmerzzustand und die Schonhaltung bereits chronisch und die Behandlung dementsprechend aufwändig. 

Wenn Sie einen der folgenden Punkte an Ihrem Hund feststellen, könnte eine physiotherapeutische Behandlung angebracht sein:

- der Hund zeigt eine plötzliche oder wiederkehrende Lahmheit

- der Hund zieht beim Laufen immer wieder ein Bein hoch

- der Hund belastet ein Bein weniger als die anderen

- der Hund läuft steif/lahmt nach dem Aufstehen

- der Hund hat einen schaukelnden/unsicheren Gang

- der Hund mag nicht gern ins Auto/aus dem Auto/aufs Sofa steigen

- der Hund mag keine Treppen gehen

- der Hund verhält sich aggressiv gegenüber Artgenossen und hält diese auf Abstand

- der Hund zeigt eine untypische Bewegungsunlust

- Sie hören beim gehen die Krallen schleifen/die Krallen sind sehr abgewetzt

- der Hund legt sich immer schnell hin, auch in fremder Umgebung

- der Hund lässt sich an manchen Stellen nicht mehr gern anfassen/weicht aus

- der Hund zieht den Rücken nach oben

- der Hund ist in irgendeiner Situation aggressiver/ängstlicher/schreckhafter geworden, zieht sich mehr zurück oder ist             teilnahmsloser als früher

- der Hund geht beim spazieren gehen hauptsächlich im Trab

- der Hund wird schnell müde

Gut zu wissen:

Hunde haben einen sehr stark ausgeprägten "Will to please", das heißt sie versuchen immer ihrem Herrchen/Frauchen zu gefallen. Das bedeutet auch, dass sie versuchen Schmerzen sehr lange vor ihrem Herrchen/Frauchen zu verstecken. Denn sie wollen für ihre Familie alles geben und stark sein. Dadurch können Schmerzen und Probleme oft erst viel zu spät erkannt werden, nämlich dann wenn schon etwas wirklich "kaputt" ist und der Hund nicht mehr anders kann als Schmerzsymptome zu äußern. 

Deshalb ist es ratsam, alle 6 Monate vorsorglich einen Termin für Ihren Vierbeiner zu vereinbaren. So kann ich kleinere Probleme wie z.B. Verspannungen, Dysbalancen oder vereinzelte Blockaden behandeln und verhindern, dass aus dem kleinen Problem ein großes wird. 

Auch wichtig:

 

Bei Hunden sagt das Alter nichts über den Gesundheitszustand aus! Auch ein sehr junger Hund, der gerade erst ausgewachsen ist, kann schon massive Probleme und Schmerzen haben. Gerade junge Hunde zeigen diese Schmerzen aber nicht sondern versuchen einfach drüberzulaufen.

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